Am 19. Mai 1909 trat der legendäre Tänzer Waslaw Nijinsky zum ersten Mal mit den Ballets Russes in Paris auf - dieses Gastspiel gilt als die Geburtsstunde des Modernen Balletts.
Michail Fokines Choreographien wie Le Pavillon d'Armide, Les Sylphides oder Le Spectre de la Rose machten Nijinsky zum Superstar. Tout Paris lag ihm zu Füßen, man bestaunte seine außergewöhnliche Sprungkraft und Körperpräsenz.
Im Jubiläumsjahr 2009 erinnern zahlreiche Ballett-Programme und Ausstellungen an den Mythos Nijinsky, aber nur in Hamburg wird er auch als bildender Künstler geehrt. Ballett-Intendant John Neumeier besitzt die weltweit größte private >Sammlung von Nijinsky-Zeichnungen und zeigt zum ersten Mal 85 Originale in der Hamburger Kunsthalle. Mit dem leidenschaftlichen Tanz- Sammler und geistigen Nijinsky-Erben sprach Annette von Wangenheim.