Die Pferdetänzer am Nil. Ein Scheich, ein Dorf und seine Geschichte, 45'

WDR 1998 
Beta SP, 4:3, Mono, deutsche Fassung
Kamera:
Mohammed Abdallah
Schnitt:
Karsten Hoffmann
Redaktion:
Manfred Pütz

 

Setfotos

Jedes Jahr reisen Millionen Touristen nach Ägypten und bewundern Kunstschätze und Weltwunder aus fünf Jahrtausenden. Vom Leben der Menschen damals und heute erfahren sie meist nur wenig.

 

Dieser Film entstand 1997, als Ägypten eine Öffnung des Landes für Einflüsse aus aller Welt zuließ, die Rechte der Frauen stärkte und den kulturellen Kontakt und Austausch mit demokratischen Ländern des Westens suchte.

Er konzentriert sich auf uralte Volkstraditionen im Beduinendorf Oscor. Hier lebte Scheich Ramadan Swelim, Beduinennachfahre und weltliches Oberhaupt seiner Sippe. Er kannte die Geheimnisse der Pferdezucht und des Pferdetanzes, die religiösen Weisheiten seiner Ahnen. Es heißt, in Oscor sei Moses geboren, und die heilige Familie soll auf ihrer Reise nach Palästina dort Station gemacht haben. Der Scheich veließ sein Dorf nur zu ganz besonderen Anlässen, zum Beispiel, wenn er für die Hochzeit eines Sohnes die besten Pferdetänzer in Kairo aussuchte.

 

Oder wenn er zu Ausstellungseröffnungen seiner Bilder in Galerien eingeladen wurde. Denn er war, als Autodidakt, auch Maler und zählte zu seinen Lebzeiten zu den bekanntesten Outsider Artists Ägyptens; entdeckt und gefördert von der deutschen Galeristin > Ursula Schernig.

 

Literatur

Ursula Schernig:
Kunst am Nil – Als deutsche Galeristin in Ägypten
Verlagsdruckerei Schmidt, Zweite Auflage Neustadt 2018
ISBN 978-3-87707-136-6