WDR 2003
Digibeta, Stereo, 4:3, deutsche und englische Fassung
Kamera: Hermann Schulz
Schnitt: Gisela Koschytorz
Redaktion: Rudolf Heinemann
Dance is political. The way the body moves is deeply connected with a kind of ideology.
(Patrizia Veroli)
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 hatte natürlich auch für die Tanzkunst Folgen. Dieser Film stellt erstmals im Fernsehen Tänzerschicksale und die Tanzästhetik der NS-Zeit im historisch-politischen Kontext dar. Er ist bis heute der einzige weltweit zu diesem Thema.
Karrieren berühmter Künstler*innen wie Mary Wigman, Harald Kreutzberg oder Gret Palucca werden verfolgt, Brüche und Widersprüche ihres Werkes und der NS-Tanzpolitik aufgedeckt. Drei Zeitzeuginnen
geben Einblick in den damaligen politischen und tänzerischen Alltag: Julia Marcus, Lilian Karina und Gyp Schlicht.
Sie vermitteln – eingebettet in eine Fülle von Ausschnitten historischer Tanzfilme, Fotos und Dokumenten – den politischen Stellenwert, den der Tanz für die Machthaber hatte. Und sie zeigen, wie dieses Potential von Künstlern für die eigene Karriere genutzt, vom NS Regime erkannt, gefördert und missbraucht wurde.
> St. Petersburg International Film Festival „KINODANCE“ 2004
> Artikel: „Selbstbewußt und mutig. Die Tänzerin Trude Engelhart“, PDF
Literatur
Lilian Karina/ Marion Kant:
Tanz unterm Hakenkreuz
Henschel Verlag, 1996
ISBN 3-89487-244-6
